Abstandswaffe im Zielanflug

Lage (Stand 13. Juni 2018)

Der neue Verteidigungsminister der USA hat die übrigen NATO Staaten aufgefordert Ihre Wehrausgaben auf die mindestens 2% des BIP anzuheben (zur Erinnerung: in der Schweiz beträgt die Höhe dieser Ausgaben weniger als 1%)

Gegenwärtig versuchen alle möglichen Lieferanten von BODLUV-Systemen diese hierzulande bekannt zu machen. Darunter sind auch Systeme, die vom Konzept her gut 30 Jahre alt sind und für den Schutz von Punktzielen in planer Umgebung konstruiert wurden. Sie wurden zwar ständig weiter entwickelt und haben Reichweiten bis deutlich über 100 km.

Hoffentlich löst unser Bundesrat endlich die Beschaffungsbremse für unseren Bedürfnissen entsprechende BODLUV Systeme.

Wir wissen:

Es gibt heute keine Vorwarnung mehr!  Die Vorwarnzeit ist NULL!

Der Cyberwar ist voll im Gange. Wer, wie, gegen wen, ist fast immer etwas unklar. (Die einzige wirksame Gegenmassnahme ist, ohne Internet zu leben. Zurück zum Bleistift!) Das wäre heutzutage sehr beschränkend. Bei uns sind, aus meiner Sicht, besonders gefährdet die Energieversorgung und die Wasserversorgung und natürlich die Kommunikationsmittel.

In Russland wird kräftig aufgerüstet, die Luftwaffe erhält laufend neue Kampfflugzeuge und neue Lenkwaffen. Diese letzteren können gesteuert bis gegen 2000 km mit hohen Geschwindigkeiten im Luftraum zurücklegen. Gesteuert bedeutet, dass sie den Flugweg immer wieder ändern können. Die Voraussage, wo sie treffen sollen, ist fast unmöglich.

Auch wir könnten überfallen werden. Eine kriegerische Auseinandersetzung mit physisch destruktiven Waffen beginnt höchstwahrscheinlich im Luftraum.

Um den Luftraum zu sichern braucht es Sensoren, so empfindlich, dass sie kleinste Zielsignaturen rechtzeitig erkennen können. Diese Sensoren müssen vor Angriffen mit Nachbereichsabwehr/Kurzdistanz BODLUV geschützt werden. Die Sensoren werden immer empfindlicher. So empfindlich, dass auch modernste Fluggeräte rechtzeitig erkannt werden können (2025?)

Um die modernen schnellen Abstandswaffen abzuwehren braucht es BODLUV-Systeme mit über 50 km Reichweite. Kampfflugzeuge sind dazu kaum in der Lage. Sie verfügen zwar über die digitale Lagedarstellung, aber, ob sie rechtzeitig wirksam zum Einsatz kommen können, ist fraglich.

Neue Kampfflugzeuge sind auch nötig. Sie sollten universell einsetzbar sein für: Luftpolizei-Einsätze, Luftüberlegenheits-Einsätze, Luft-Boden-Einsätze, Aufklärung, etc.

Die Piloten moderner Kampfflugzeuge sehen ihren Gegner wie er auf dem Display im Cockpit angezeigt wird. Luftkämpfe, Dog-Fights, wie sie in Filmen über den 2. Weltkriege gezeigt werden, sind heute sehr unwahrscheinlich. Das moderne Kampfflugzeug verfügt über modernste Sensoren, über eine Formgebung, die seine Signatur für Radars sehr klein macht. Entscheidend ist die Art der Waffen die es mitführt. Im Prinzip hat das moderne Kampfflugzeug die Aufgabe eines Lastwagens. Es muss die mitgeführten Waffen unbehelligt zum Abschussort dieser Waffen bringen und diese dort abschiessen.

Heute ist die Qualität der mitgeführten Lenkwaffen das Entscheidende. Die Kosten pro “Schuss” sind auch dementsprechend hoch. Ein F35 Lightning II koste heute etwa $ 80 Mio (USA Preis) dazu kommen die Infrastruktur- und Ausbildungskosten sowie die Kosten für die verschiedenartigen Lenkwaffen die er einsetzen müsste. Die muss man kaufen und besitzen bevor man sie einsetzen kann.

Es stellt sich echt die Frage, ob für die Funktion “Lastwagen” ein einfacheres Flugzeug (z B Gripen E/F) ausgerüstet mit modernsten Sensoren und Avionik für die hierzulande denkbaren Einsätze genügen würde. Könnten wir damit die Lufthoheit gegen Angreifer mit Flugzeugen der 5. Generation bewahren?

All diese Luftkriegsmittel  werden zentral geführt mit möglichst sicheren Systemen, das bei Degeneration der Verbindungen auch dezentral geführt werden kann.

Wir brauchen neue Systeme, denn was wir noch haben, ist veraltet. Neu ausgerüstet könnte das mögliche Gegner eher abhalten.

Diese Systeme kosten. Das sollten wir uns leisten, auch um unsere Neutralität zu bewahren.

Und . . . Gegen Angriffe mit Ballistischen Lenkwaffen wäre es angezeigt mit den zur Abwehr fähigen Organisationen/Staaten Abkommen zu schliessen, damit das Gebiet unseres Landes in deren Abwehrraum verbleibt.

Global Military Spending Remains High at $1.7 Trillion

Defence Future Technologies: What we see on the Horizon 2017

Studie der armasuisse mit Beiträgen in deutsch, französisch, englisch, 18.5 MB gross

armasuisseW+T: Defence-Future-Technologies 2017

Bedrohung - Verteidigung im Luftraum: Heute und Morgen

Das Neue der Bedrohungen aus der Luft sind heute und morgen die neuen Abstandswaffen.

Diese können aus grosser Entfernung (ausserhalb unserer Landesgrenzen) von Trägern abgefeuert werden. Sie fliegen im untern Luftraum mit hoher bis sehr hoher Geschwindigkeit (1 – 6-facher Schallgeschwindigkeit). Die Durchmesser dieser Abstandswaffen sind relativ klein.

Auch die Sensor-Technik ist in rasanter Entwicklung. Das bedeutet wir müssen bereit sein die Sensoren immer wieder kurzfristig zu erneuern.

Die kleinen, tief und langsam fliegenden Flugkörper (Drohnen etc.) mit denen zum Beispiel Terror-Angriffe aus der Luft gemacht werden können, sind als gefährliche Bedrohungsform erkannt worden.

Kampfflugzeuge nützen zur Erhaltung der Lufthoheit gegen diese beiden neuen Bedrohungsformen wenig bis nichts.

Gegen ballistische Lenkwaffen mittlerer und grosser Reichweite wäre es gut zur Abwehr solcher Bedrohungen Übereinkommen mit dazu befähigten Organisationen / benachbarten Staaten einzugehen, damit diese die Fläche unseres Landes in ihren Abwehrraum einschliessen.

Die Luftverteidigung unseres Landes sollte darum folgende Fähigkeiten haben:

  • gut geschützte Sensoren, die eindringende Flugkörper rechtzeitig erkennen, verbunden mit zentraler Einsatzleitung (parallel verteilt auf mehrere Standorte); daran angeschlossen:
  • Bodengestützte Luftverteidigungsmittel mittlerer Reichweite (50-80 km) für die Abwehr von Abstandswaffen und andere fliegende gegnerische Mittel im Einsatzbereich.
  • Bodengestützte Luftverteidigungsmittel kurzer Reichweite mit kürzester Reaktionszeit für den Objektschutz gegen Waffen und Waffenträger aller Art      (gegen kleine, tieffliegende, langsame Flugkörper in Friedenszeiten sind moderne Laser-Waffen vorteilhaft, da fällt nur der getroffene Flugkörper zu Boden)
  • Kampfflugzeuge für die Erhaltung der Lufthoheit gegen Flugzeuge aller Art, die Aufklärung und den Einsatz von Luft-Boden Waffen zur Unterstützung der Erdtruppen.

Was wäre die optimale Strukturform für unsere Luftwaffe?

Unsere Luftwaffe besteht aus bodengestützten und fliegenden Mitteln.

Die Luftverteidigung ist der zentrale Auftrag.

Die fliegenden Mittel können auch aufklären, die Bodentruppen mit Lufttransporten und Einsatz von Luft-Boden Waffen unterstützen.

Die Luftwaffe kann mit ihren Stellungen keinen terrestrischen Raum behaupten.

Die Gemeinsamkeiten mit den übrigen Teilen der Armee sind gering.

Die Teilstreitkraft Luftwaffe sollte folgendes umfassen:

  • die bodengestützten und fliegenden Mittel
  • die Stützpunkte/Flugplätze samt lokalen Sensoren
  • die Sensoren und Führungszentralen für den Einsatz der Mittel
  • die Kommunikationspfade zwischen Sensoren und Führungszentralen und den bodengestützten und fliegenden Mitteln
  • die Logistik für nur von der Luftwaffe genutzten Materialien
  • die Ausbildung der Verbände der Luftwaffe
  • die für die Führung der Luftwaffe notwendigen Stäbe

Was sind die Vorteile / Nachteile der Strukturform “Teilstreitkraft Luftwaffe”

Vorteile:

Einfachheit, wenige Schnittstellen zum “HEER”

Führung klar, Abläufe den Aufgaben entsprechend

Nachteile:

John F. Kennedy once said . . . . .

John F. Kennedy once said …. “If a free society cannot help the many who are poor, it cannot save the few who are rich”.

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Heini